Cookie-Einstellungen ändern

Newsletter – Anmeldung

Bitte geben Sie uns Ihren guten Namen.

* Pflichtfeld
Mit Absenden des Formulars wird der Verarbeitung der Daten gemäß der Datenschutzerklärung zugestimmt.
Weitere interessante Tipps und wertvolle Informationen senden wir Ihnen monatlich. Bei Nichtgefallen mit einem Klick einfach abmelden.
„Informationen zu Modethemen aus dem Bereich von Image, Stil und Wirkung, sowie über unser Netzwerk und seine Angebote senden wir Ihnen nach Eintrag maximal 12x pro Jahr. Drei kleine E-Books zum Thema: „Wirksam Auftreten mit den passenden Farben“ erhalten Sie als erste Mails. Wir werden die Öffnungsraten und auch die Linkklicks im Newsletter tracken d.h. anonymisiert nachverfolgen. Die Abmeldung des Newsletters ist jederzeit einfach durch Klick auf den Link am Ende jeder Mail möglich.
Abmeldemöglichkeit und Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen und willige in die Nutzung meiner Daten ein: X (Pflichtfeld)

Typisch Frau: Gold oder Silber: Welcher Farbtyp bin ich wirklich?

05.10.2026

Warum der Gold-Silber-Test so oft falsch liegt

Du hast es bestimmt schon gesehen:
Eine Frau hält sich erst ein goldenes, dann ein silbernes Tuch unters Kinn und in den Kommentaren wird das Urteil in Sekunden gefällt.

Silber links, Gold rechts: Was wirkt auf dich gesünder? Bevor du urteilst, beschreib dir, was du an Haut, Augen und Lippen siehst und nicht was dir besser gefällt. (Foto: Steffi Ostertag) 

 „Gold, eindeutig, sie sieht ja so viel gesünder aus.“

Der Gold-oder-Silber-Test geht in den sozialen Medien gerade durch die Decke. Er wirkt schnell, einfach und eindeutig. Ist er aber nicht, denn die Kommentare gehen oft in die falsche Richtung - werden aber selten klar gestellt.
Und weil das alles so einfach klingt, lassen sich Leute noch schnell durch die KI beraten - und es kommen noch mehr Fehlberatungen hinzu.

Was aber wenige wissen, ist, dass der Vergleich von Gold und Silber wenig über den wahren Farbtyp aussagt.
Gold und Silber unterscheiden sich nicht nur in der Farb-Temperatur (warm oder kühl), sondern auch die Sättigung. Denn in der Regel ist das goldene Tuch dunkler als das silberne. Der Test vermischt also mehrere Farbqualitäten, die nicht klar voneinander differenziert werden.
Auch die Augenfarbe sagt nichts über deinen Farbtyp aus, wird aber oft als wichtiges Parameter in den Vordergrund gestellt.
Verlässlich wird die Analyse erst, wenn dir eine Beraterin mit umfassenden Wissen erklären kann, was du da siehst. Es fließt das Wissen einiger Wissenschaften in den Beratungsprozess mit ein. Physik, Anatomie, Physiologie, Psychologie,….klingt übertrieben?

Ist es aber nicht.

Warum der Gold-Silber-Test so oft falsch liegt
Es gibt mehrere Gründe, die besonders häufig zu Fehlberatungen führen. Zwei davon stellen wir dir hier konkret vor. Beide kannst du sehr gut nachvollziehen, ganz ohne Ratespiel. Der erste liegt im Vergleich selbst, der zweite in einem Beratungsmythos, der sich seit Jahrzehnten hält.
Fehlerquelle 1: Gold und Silber vergleichen Äpfel mit Birnen
In der Farbberatung bei CorporateColor arbeiten wir mit drei Farbqualitäten: Temperatur (kühl oder warm), Kontrast (hell oder dunkel) und Intensität (klar oder gedeckt). Ein fairer Vergleich verändert immer nur eine dieser Qualitäten.
Gold und Silber tun das nicht. Silber ist bläulich kühl, Gold gelblich warm, soweit stimmt die Idee. Aber Gold ist deutlich dunkler als Silber. Dazu unterscheiden sich viele Tücher und Schmuckstücke in Glanz und Mattheit. Du vergleichst also Temperatur, Helligkeit und Intensität gleichzeitig und schreibst das Ergebnis am Ende allein der Temperatur zu.


Äpfel mit Birnen vergleichen: Gold ist nicht nur wärmer als Silber, sondern auch deutlich dunkler. (Ki-Bilderstellung)

Warum das so stark wirkt, ist Physik: Farbe ist reflektiertes Licht. Das Licht fällt auf das Tuch und wird von dort ins Gesicht zurückgeworfen. Deshalb braucht es eine größere Reflexionsfläche, so wie sie auch Kleidung bietet. Ein Ring oder eine feine Kette reicht dafür nicht aus. Aus diesem Grund sind Analysetücher in der Farbberatung unverzichtbar.


CorporateColor-Analysetücher mit System: Jedes warme Tuch hat ein kühles Gegenstück in gleicher Helligkeit und Intensität. (Foto: Kathrin Heikaus)

Was Silber und Gold mit deinem Gesicht machen
Ein helles, klares Silber leuchtet das Gesicht stark aus. Die Haut wirkt feinporig, ebenmäßig und faltenarm. Gleichzeitig wirkt sie aber auch heller und blasser. Für viele ist das sofort ein No-Go, denn wer möchte schon fahl aussehen, wenn er sich lieber leicht gebräunt sieht?
Gold wirft einen gelblichen Schimmer ins Gesicht,  der schnell als gesunde Bräune eingeordnet wird.

In unseren Beratungen entscheiden sich rund acht von zehn Menschen beim ersten Eindruck für Gold, weil sie sich damit gebräunter fühlen. Die eigentliche Frage lautet aber: Was siehst du genau? Ist es wirklich Bräune oder ein ungesundes Gelb, das Schatten wirft?

Es ist auch nicht immer nur eine Seite besser. Manche Aspekte sehen bei Silber besser aus, andere gewinnen bei Gold an Wirkung. Bei Steffi Ostertag, unserer Ausbilderin in Erfurt, zeigt Silber zum Beispiel die Klarheit und Ebenmäßigkeit der Haut, eine sattere Haarfarbe und eine stärkere Lippenkontur, die den Mund optisch größer wirken lässt. Entscheidend ist: Jede dieser Beobachtungen lässt sich schlüssig begründen. Mit Gefühl oder Geschmack hat das wenig zu tun, beides führt dich eher in die falsche Richtung.



Links überwiegt Gold, rechts Silber. Auf dem Foto ist der Unterschied im Gesicht kaum zu sehen, weil das Handy die Farbreflexion automatisch ausgleicht. Wie stark es eingreift, zeigt die Wand dahinter: Sie ist dieselbe und wirkt links kühl grau, rechts warm beige. Die Zusammenhänge erlebst du im ausführlichen -> Video.
(Foto: Steffi Ostertag)

Fehlerquelle 2: Die Augenfarbe verrät deinen Farbtyp nicht
Braune oder warme grüne Augen bedeuten warmer Typ, blaue Augen kühler Typ. Diese Faustregel hält sich hartnäckig, und sie stimmt nicht. Jede Augenfarbe kann bei jedem Farbtyp vorkommen. Kühle, kontrastreich pigmentierte Menschen haben oft braune Augen, hellhäutige warmtonige Menschen häufig blaue.

Was sich tatsächlich verändert, ist die Wirkung deiner Augen, je nachdem welche Farbe du trägst. Bei Steffi sieht man das deutlich: Mit warmen Farben bekommen ihre Augen einen weichen, warmen Ausdruck, und das Augenweiß verliert an Strahlkraft. Das Gelb der Reflexion spiegelt sich in den Augen und legt sich wie ein Filter darüber. Mit kühlen Farben wird das Augenweiß heller, die Iris dunkler und kontrastreicher.

Mit einem Blick in die Augen den Farbtyp bestimmen zu wollen, klingt verlockend, geht aber in vielen Fällen schief. Der Mensch besteht aus einem ganzen Körper und einer individuellen Persönlichkeit, und beides nimmt Einfluss auf die Farbwahl.


Jede Iris trägt kühle und warme Anteile in sich. Im Auge gibt es nur einen Farbstoff, das braune Melanin, und das sagt nichts über deinen Farbtyp aus. (Foto: shutterstock)

So nutzt du den Gold-Silber-Vergleich richtig
Wir lieben den Gold-silber-Vergleich trotzdem, denn er ist sehr abstrakt und trainiert die eigene Wahrnehmung. Wir setzen ihn in der Beratung ein, um mit gezielten Fragen das genaue Hinschauen zu üben und in Worte zu fassen. Wenn du es selbst ausprobieren möchtest achte auf diese Punkte:
 

  • Tageslicht statt Handykamera: Stell dich an ein Fenster ohne direkte Sonne. Das Handy gleicht Farben automatisch aus, und mit jedem Tuchwechsel verändert sich auch das Licht im Bild.
  • Größere Stoffflächen – keinen Schmuck: Nur so wird genug Licht ins Gesicht reflektiert.
  • Mehr als nur die Haut betrachten: Schau auch auf Augen, Augenweiß und Lippen.
  • Beschreiben statt bewerten: Formuliere in Worten, was du siehst, nicht, was dir gefällt.
  • Zeit lassen: Details zu erkennen braucht Übung, vor allem, wenn du schon einmal falsch beraten wurdest.
  • Noch keine Entscheidung treffen: Ob du kühl oder warm bist, lässt sich mit diesem Vergleich als Laie allein nicht festlegen – auch wenn es oft behauptet wird.

Ganzheitlich vergleichen: Große Tücher, Tageslicht und ein Spiegel zeigen, wie Haut, Augen, Lippen und Haare gleichzeitig auf Gold und Silber reagieren. Erst das Gesamtbild führt zu einer sicheren Aussage. (Foto: Rebecca Richter)

Warum Farbberatung gelernt sein muss
Gutes Farbgefühl reicht für eine sichere Analyse nicht aus. Jede Fehlberatung zieht Folgekosten nach sich: Kleidung, Make-up und Haarfarben, die nicht wirken. Und sie wirkt negativ auf das Selbstwertgefühl, wenn du dich in deinen angeblich richtigen Farben nicht wiederfindest.
Wenn du als Beraterin deine Kundinnen sehend machen kannst, ersparst du dir viele Diskussionen und kommst schneller zum Ziel. Genau das lernst du in der Ausbildung zur Farbberaterin bei CorporateColor. Die Zusammenhänge von Temperatur, Kontrast und Intensität, den sicheren Umgang mit Analysetüchern und eine Fragetechnik, mit der Kundinnen die Unterschiede selbst erkennen.


Gemeinsam hinschauen, diskutieren, begründen: Beim Netzwerktreffen bilden sich die CorporateColor-Beraterinnen regelmäßig weiter, unter Anleitung und direkt am Modell. (Foto: Rebecca Richter)

Häufige Fragen zu Gold, Silber und Farbtyp
Steht mir Gold oder Silber besser? Das lässt sich mit einem schnellen Vergleich nicht sicher sagen, weil Gold dunkler ist als Silber und oft anders glänzt. Ob dir kühle oder warme Farben besser stehen, zeigt erst eine Analyse mit Tüchern, die sich nur in der Temperatur unterscheiden.
Bin ich warmtonig, wenn ich mit Gold gebräunter aussehe? Nicht unbedingt. Der gelbliche Schimmer von Gold wirkt auf fast jeder Haut wie Bräune. Entscheidend ist, ob Haut, Augen und Lippen dabei klarer wirken oder eher fahl und schattig.
Kann ich meinen Farbtyp an der Augenfarbe erkennen? Nein. Jede Augenfarbe kommt bei jedem Farbtyp vor. Kleidungsfarben verändern aber sichtbar die Wirkung der Augen.
Wie zuverlässig sind Farbtests mit dem Handy? Wenig. Die Kamera gleicht Farben aus, und ohne geschulten Blick werden Helligkeit, Glanz und Temperatur leicht verwechselt.
Wo finde ich eine professionelle Farbberatung? Im CorporateColor-Netzwerk, dem größten Netzwerk für professionelle Imageberatung im deutschsprachigen Raum, mit rund 50 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Wo kann ich eine Ausbildung zur Farbberaterin machen? CorporateColor bildet seit mehr als 20 Jahren Farb- und Imageberaterinnen aus, an den Ausbildungsstandorten Ratingen bei Düsseldorf und in Erfurt. Die Aus- und Weiterbildungen sind im Baukastensystem aufgebaut und praxisnah angelegt.
Dein nächster Schritt
Du möchtest wissen, ob dir Gold oder Silber, kühle oder warme Farben wirklich besser stehen? Dann buche dir eine Farbberatung bei einer der CorporateColor-Kolleginnen in deiner Nähe. Dort wird live vor dem Spiegel verglichen, mit sauber getrennten Farbqualitäten und mit Zeit zum Hinschauen.
Du willst selbst lernen, Farbwirkung sicher zu erkennen und zu begründen? Dann komm in unsere Ausbildung Farbberatung nach Ratingen oder Erfurt.
Über diese Themen sprechen wir auch kostenfrei in vielen kurzen Sequenzen auf Instagram.
Folge @corporatecolornetzwerk und diskutiere mit, gern auch, wenn du anderer Meinung bist.

Jetzt mit Petra Waldminghaus Kontakt aufnehmen

Diesen Beitrag teilen

Petra Waldminghaus

Die Autorin

Petra Waldminghaus

Petra Waldminghaus (Geschäftsführerin von CorporateColor) ist langjährige Expertin zu Wirkung, Outfit und Brille. Authentisch, klar und direkt umsetzbar begeistert sie als Vortragsrednerin, Beraterin und Ausbilderin ihre Kunden und ist neben
der Einzelberatung für namhafte Unternehmen tätig. Zusätzlich bildet sie professionelle Beraterinnen aus und weiter und ist seit Erscheinen ihres Brillenbuches als Brillenprofi bekannt. Die Autorin von Erfolgsfaktor Erscheinungsbild und Gastautorin im "Das große Personal Branding Handbuch" gibt seit vielen Jahren ihr Wissen in vielen Publikationen und Videos bei YouTube weiter.

Newsletter

immer stilgerecht informiert

Regelmäßig aktuelle Trends, interessante Tipps und wertvolle Informationen! Abonnieren Sie jetzt gleich unseren Newsletter und erhalten Sie kostenlos drei E-Books zum Thema Farbe.

Und wenn Sie das Ganze erst einmal wirken lassen möchten, ist die Abmeldung ebenfalls kinderleicht.

🍪